18. Mai 2009 2 Kommentare

WolframAlpha – Nicht suchen, sondern finden.

Seit dem heutigen Montag ist Wolfram Alpha der Testphase entwachsen und online. Viel wurde im Vorfeld darüber geschrieben und spekuliert. Am häufigsten wurde WolframAlpha als Googlekiller bezeichnet. Diese Aussage ist nicht haltbar. Die grundlegenden Ansätze sind zu verschieden. Während Google nach Eingabe eines Suchbegriffs eine Vielzahl an Seiten aus dem World Wide Web auflistet, bietet WolframAlpha genau eine Antwort.

Hier klicken um WolframAlpha zu testen

Bitte beachten: WolframAlpha ist derzeit nur in englischer Sprache sinnvoll zu nutzen.

Beispiele für die Funktionsweise von WolframAlpha:

Hier einige Beispiele, die mit WolframAlpha sehr gute Ergebnisse erzielen:

Mathematische Formeln lösen und darstellen mit WolframAlpha. Da hinter WolframAlpha der Erfinder des Programmes Mathematica steht, ist es nicht verwunderlich, dass Mathematik ausgesprochen gut mit WolframAlpha unterstützt wird.

Aktuelle und historische Wetterdaten sowie meteorologische Erklärungen. Eine Füllgrube an statistischen Informationen für alle Meteorologen. Durch die ausgefeilten Algorithmen lässt sich beispielsweise das Wetter am Tag des Attentats auf John F. Kennedy ermitteln. Einfach mal versuchen …

Aktuelle und historische Börsendaten für ein Unternehmen oder im Vergleich. WolframAlpha greift auf eine rieseige Datenbasis zurück und ist eine Füllgrube für Wirtschaftswissenschaftler, welche Marktbewegungen in verschiedenen Aspekten beleuchten wollen.

Informationen zum Web und über den Computer. Spannende Informationen liefert WolframAlpha wenn man Domänennamen oder IP Adressen eingibt. Auch Vergleiche zwischen Domänen sind möglich.

Weitere Beispiele kann man sich auf der ausführlichen Beispielseite von WolframAlpha ansehen.

Wie funktioniert Wolfram Alpha?

Im Vergleich zu Google durchsucht Wolfram Alpha nicht das Internet sondern erhält seine Datenbasis von den Mitarbeitern. Derzeit läuft Wolfram Alpha auf ca. 10000 Servern und hät eine riesige Fülle an Informationen bereit, die zur Auswertung verwendet werden können. Aus diesen Daten berechnet Wolfram Alpha die Antwort um Fragen zu beantworten. Nach Angaben von Stephen Wolfram wurden bisher ca. 20 Milliarden Datenpunkte in das System eingepflegt um Fragen zu beantworten.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann Wolfram Alpha damit sicher nicht beantworten. Aber alles was sich in Graphen ausdrücken lässt soll durch Wolfram Alpha beantwortet werden können.

Derzeit arbeiten etwa 200 Personen an Wolfram Alpha. Alle diese Mitarbeiter sind Spezialisten aus den entsprechenden Fachgebieten. Diese sichten Daten und pflegen diese in das System ein. Echtzeitdaten werden von Datenquellen eingepflegt, wie beispielsweise Börsenkurse, Wetterdaten oder Erdbebenwerte.

Fazit:

WolframAlpha ist eine sehr spannende Entwicklung. Durch den statistischen und mathematischen Hintergrund eignet sich WolframAlpha eher zur wissenschaftlichen Recherche als zur Informationsbeschaffung. Es lohnt sich sicher, das Werkzeug zu testen und im Auge zu behalten. Wenn man sich an die Arbeitsweise gewöhnt hat, wird es von Tag zu Tag nützlicher. Ich jedenfalls bin sehr froh, dass es WolframAlpha gibt. Endlich etwas wirklich neues.

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2 Responses to “WolframAlpha – Nicht suchen, sondern finden.”

  1. dumichen 19 Mai 2009 at 10:15 Uhr #

    Lustiger Blog: Als Grundlage Deiner Aussage nimmst Du die Dummen, die mal wieder das Wörtchen Killer verwenden können um natürliche Konkurrenz zu schaffen. WolframAlpha ist kein Google-Killer und auch kein Porsche- oder Unterhosenkiller: es ist etwas völlig anders. Während mir Google eine Million Antworten auf eine Frage gibt, liefert mir WolframAlpha eine exakte Antwort auf eine Sache die mathematisch berechnet werden kann. PS: Ich bin kein Bog-Killer

  2. Redaktion 19 Mai 2009 at 10:22 Uhr #

    @dumichen Hast Du den Artikel gelesen? Genau das schrieb ich ja:

    “Während Google nach Eingabe eines Suchbegriffs eine Vielzahl an Seiten aus dem World Wide Web auflistet, bietet WolframAlpha genau eine Antwort.”

    Und der Killerbegriff kam auch nicht von mir, sondern ich schrieb:

    “Viel wurde im Vorfeld darüber geschrieben und spekuliert. Am häufigsten wurde WolframAlpha als Googlekiller bezeichnet. Diese Aussage ist nicht haltbar.”

    Aber ist nicht schlimm … :-)


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