designenlassen – ein Selbstversuch zum Thema “Individuelles Logo-Design zu einem bezahlbaren Preis”

Viele Gewerbetreibende, Unternehmer und Webmaster stehen irgendwann vor dem Punkt, an dem die Außendarstellung erneuert oder zum ersten Mal gemacht wird. Einer der ersten Punkte die dabei auf der Tagesordnung stehen, ist ein Firmen- oder Webseitenlogo.

Mancher legt das Schicksal seiner Wahrnehmung dann in familiäre Hände – Frau, Sohn, Neffe, Onkel – viele Ergebnisse derer, die ein Grafikprogramm starten können oder Wordart entdeckt haben, sind im Internet zu bewundern. Bei höheren Ansprüchen kommen dann Grafiker in Betracht. Für viele erstaunlicherweise, verlangen Grafiker teilweise nicht wenig Geld für Ihre Arbeit.

Auf der Suche nach Alternativen werden oft Plattformen vorgeschlagen, auf denen Ausschreibungen getätigt werden und sich viele Designer darum bemühen. Da ich diese Plattformen bisher nur vom hörensagen kannte, wollte ich ausprobieren, wie das funktioniert und wie die Qualität der Arbeit wohl sein wird. Ich habe mir daher die Plattform designenlassen.de zum Test ausgesucht.

designenlassen.de

 

Anmeldung und Designwettbewerb für Logo-Design

Die Anmeldung geht schnell und unkompliziert. Hat man den Zugang, kann man das gewünschte Projekt anlegen. Ich habe mich für den Designwettbewerb “Logo-Design” entschieden.

Logo-Design - Designwettbewerb

In den weiteren Schritten erfolgt dann das Briefing für den Designauftrag. Hierbei wird man durch ein mehrstufiges, sehr gut benutzbares Formular geführt, bis alle notwendigen Angaben für die Designer verfügbar sind.

Projektoptionen – die Preisfindung für den Designwettbewerb

Das Logoprojekt hat eine feste Einstellgebühr von 29.00 Euro – hinzu kommen weitere, mögliche Optionen welche weitere Kosten mit sich bringen. Projekte können “privat” sein. Dabei werden die Informationen nicht für Google freigegeben und alle Designer unterzeichnen eine Vertraulichkeitserklärung. Diese habe ich nicht angefordert und kann nichts näheres dazu sagen. Ein privates Projekt kostet 20.00 Euro Aufpreis und ich habe das für meinen Test dazugebucht.

Anders die Einstufung als Eliteprojekt. Der Aufpreis für Eliteprojekt beträgt 60.00 Euro und bietet folgendes:

  • Zugriff auf die Projektdaten nur durch Elitedesigner
  • maximaler Einsatz der Designer wird garantiert durch höheres Preisgeld
  • ein Beratungspaket und bequeme Präsentation der Designs ist im Preis enthalten

Weitere buchbare Projektoptionen dienen der besseren Projektpräsentation und der Reichweitensteigerung der Ausschreibung. Fettdruck, grafischer Teaser für die Ausschreibung oder die Promotion des Projektes auf der Facebook Seite stehen hier zur Auswahl.

Das Preisgeld für den Designwettbewerb

Die Plattform empfiehlt vorab: “Je höher Ihr Preisgeld, desto mehr Designer werden am Projekt teilnehmen.” und bietet danach vier Möglichkeiten an:

  •  Günstig – Wenig Budget, zu erwarten sind ca. 70-90 Designs zum Preis von 200.00 Euro – quasi ein Mindestpreis
  • Standard – Viel Design und dabei bezahlbar. 100-130 Designs sind zu erwarten für 300.00 Euro
  • Premium – Die besten Designer und zu erwartende 150-250 Designs für 500.00 Euro
  • Individuell – freie Preiseingabe ist möglich.

Ich habe mich für die individuelle Möglichkeit entschieden und 450.00 Euro eingestellt.

Erstklassige Zahlungsabwicklung

Das Preisgeld kann per Vorkasse eingezahlt werden und designenlassen bietet eine Geld-zurück-Garantie. Das bedeutet, dass das eingezahlte Preisgeld zurückerstattet wird, wenn keines der eingereichten Designs zusagt.

Die Alternative ist das garantierte Preisgeld – hier wird in jedem Fall dem besten Designer das Preisgeld ausbezahlt.

Ich habe mich für die erste Version entschieden und den Gesamtbetrag von 593,81 Euro einbezahlt.

Das Briefing – die Aufgabenstellung für die Logodesigner

Um die Qualität zu testen entschied ich mich, ein Logo für mein Facebook Projekt in Auftrag zu geben. Hier die Originaltexte des Briefings:

Logo für ein Internetprojekt

Das Webprojekt fanpageGENERATOR – online zu sehen unter: www.fanpage-generator.de und, ganz wichtig bei Facebook unter www.facebook.com/fanpagetool braucht ein Logo.

Das Logo soll auf der angegebenen, aktuellen Webseite und der Facebook Fanpage verwendbar sein. Auf der Facebook Fanpage soll das Logo im 180x180px großen Bereich (wird von Facebook auf 170×170 skaliert) gut verwendbar, bzw erkennbar sein. Auf der Homepage soll sich das Logo integrieren – die Farben der Homepage werden bleiben, der Rest ist ersetzbar und wird in Kürze einem Redesign unterzogen. Der fanpageGENERATOR ist eine Social Media Komplettlösung für Unternehmen aller Größen und Branchen, mit der Facebook Inhalte auf Fanpages publiziert werden.Zielgruppe sind Unternehmer, Selbständige und Freiberufler allesamt Anwender von Social Media.

Was ich will:

  • korrespondierende Blautöne
  • Stil muß zu Facebook passen
  • Generator kann stilisiert Thema sein
  • Solide ohne langweilig zu sein
  • Ein Symbol, welches den fanpageGENERATOR stilisiert und einen korrespondierenden Schriftzug mit dem Text fanpageGENERATOR
  • Das Symbol alleine soll Wiedererkennungswert für das Produkt beinhalten
  • Abgewandeltes Facebook Farbschema, gerne auch Orange
  • Startup Charakter darf sein, auch etwas Web 2.0 ist möglich

Dazu kommen noch Links, Wünsche zu Dateiformaten etc.

Der Ablauf des Designwettbewerbs

Während der Laufzeit des Wettbewerbs wurden immer wieder Logos von verschiedenen Designern eingestellt. Eine E-Mail Benachrichtigung weist darauf hin, dass es neues zu sehen gibt. Insgesamt wurden 51 Designs abgegeben – durchaus eine nicht unerhebliche Differenz zu den erwarteten 100-200 Designs.

Qualität der eingereichten Arbeiten

Keines der eingereichten Designs hat sich ansatzweise an die Informationen aus dem Briefing gehalten. Fast alle haben das bestehende Logo aufgenommen, den Schriftzug komplett als Typographie gestaltet und irgendeine Grafik davor oder danach platziert. Nicht eine einzige verwendete Grafik hatte auch nur im entferntesten etwas mit dem Thema zu tun. Kein einziger Entwurf wäre gem. Vorgabe für die 180x180px große Box verwendbar gewesen.

Ein vollkommen enttäuschendes Ergebnis.

Ich war sehr froh, das Preisgeld nach Ablauf des Wettbewerbes zurückfordern zu können – wenige Tage danach wurde es meinem Konto wieder gut geschrieben.

Fazit

Die Bedienung, die Unterstützung, der Ablauf auf der Plattform waren ohne Fehl und Tadel. Technisch sehr gut umgesetzt, zu jeder Zeit transparent, das finde ich vorbildlich.

Was mir nicht gut gefällt ist, dass Designs welche abgelehnt wurden, nicht mehr anzuschauen sind. Das verhindert das man nochmal über Entwürfe nachdenken und sich umentscheiden kann. Auch wenn man warten könnte, bis ein Design abgelehnt wird um sich zu entscheiden. Manchmal reagiert man spontan und das ist auf der Plattform nicht mehr rückgängig zu machen.

Die Rückerstattung des Preisgeldes verlief ohne Nachfragen oder Verzögern – hier ist jedes Vertrauen gerechtfertigt. Nur schade, dass die Qualität der Arbeit nicht mit dem wirklich sehr guten Eindruck der Plattform mithalten konnte.

 

 

 

25 Gedanken zu „designenlassen – ein Selbstversuch zum Thema “Individuelles Logo-Design zu einem bezahlbaren Preis”“

  1. Danke für den Test, auch wenn das Ergebnis nicht sonderlich überraschend ist. Ich wäre aber auch verwundert, wenn ein Designer dort ohne vernünftige Kommunikation mit dem Auftraggeber einen Volltreffer gelandet hätte… Unabhängig von seiner eigenen Qualifikation.

  2. Ja, die Entwürfe. Zum einen sind die nicht mehr zugänglich nachdem sie abgelehnt wurden, zum anderen wäre es sicher ein Verstoß gegen Nutzungsbedingungen. Deswegen hätte ich sie sowieso nicht veröffentlicht ..

  3. Hallo,
    kein Wunder, dass es zu solchen Ergebnissen kommt. Ein professioneller Grafiker hätte zunächst ein ausführliches Briefing gemacht, dann Ideen gesammelt, vielleicht zwei erste Pitches vorgestellt und daraus die finale Idee entwickelt. Und obwohl es sich um ein Mini-Logo handelt ohne definierte CI kann auch sowas, wenn es gut sein soll 4-5 Tage in Anspruch nehmen.

    Bei einem Tagessatz von 250-500€ wären das dann 1000-2000€ (4 Tage). Da die meisten Grafiker freischaffend sind bleibt davon etwa 50% übrig. So viel ist das dann nicht und hier gilt wie überall Qualität hat eben einen Preis.

  4. Q.E.D.

    Ob du ein grafisches Werk oder einen Text entwickelst: Ohne die Sinn stiftende Kommunikation zwischen Kunde und Auftraggeber wird das nichts. Insofern überrascht mich das Ergebnis nicht. Selbst der beste Grafiker wo gibt auf Welt wird es ohne Kommunikation kaum schaffen, dich mit seinem Entwurf zu begeistern.

    Ich frage mich, für wen die Teilnahme an derartigen Ausschreibungen mehr Nachteile bringt. Du als Auftraggeber hast dein Geld wieder erhalten. Das ist in Ordnung. Der Kreative auf der anderen Seite guckt in die Röhre. Hmmm…

  5. Lieber Torsten,
    ich war schon sehr gespannt auf Deinen Bericht. Hut ab, für die Aktion und Deinen Rapport hier. Tatsächlich war ich allerdings auch nicht sehr überrascht.

    Bei solchen Crowdsoßing*-Plattformen stört mich neben dem oberflächlichem Briefing und dem entsprechend schlechtem Ergebnis, der Umstand, daß für einen konkreten Auftrag viel zu viele »Designer« verbrannt werden.

    Eine satirische Betrachtung dazu, schrubbte ich mal hier:
    http://blog.diegebrauchsgrafiker.net/2010/11/blogparade/

    *Crowdsoßing ist eine Wortschöpfung von Volker Remy.

    Besten Gruß vom Elbstrand
    Oliver Schuh | vorstand agd | die gebrauchsgrafiker

  6. Naja Matthias,

    es wird ja niemand gezwungen an den Wettbewerben teilzunehmen. Man weiß ja worauf man sich einlässt – für mich würde so etwas nicht in Frage kommen (weder als Teilnehmer noch als Auftraggeber).

  7. Welcher gestandene Designer mit Selbstachtung setzt sich schon hin und macht sich einen Kopf darüber, wie das Logo sein sollte, wenn er nicht für seine Arbeit bezahlt wird?
    Alleine die Vorgaben zu lesen und zu vergleichen ist Arbeitszeit, die woanders besser angelegt ist, denn hier befindet man sich ja in einer der miesesten Pitch-Situationen, bei der es kein Geld für die Entwürfe gibt.
    The Winner takes it all und alle anderen gehen leer aus.

    Die Designer dort sind sicher nicht alle dumm und klatschen halt irgendwas aus der Schublade mit dem Logotext zusammen und reichen das ein. Mehr ist auch nicht drin für lau. Quasi Lottospielen mit geringem Einsatz: Gewinnt man nicht, hat man nicht viel investiert, gewinnt man doch, ist es ganz nett und wird mitgenommen. Aber leben kann davon kein Designer und das wird er auch nicht. Es ist sicher nur Zubrot neben den normalen Einkünften.

    Und Logodesign bedeutet mehr als nur ein Bildchen für einen Webauftritt zu machen, selbst wenn es vorerst nur für eine einzige Funktion für einen Webauftritt gedacht ist. Aber manchmal ändert sich die Situation und schon kommen Dinge in Betracht wie verschiedene Medien (Web, Papier, Tassen,…), verschiedene Farben (Monochrom-Darstellung), verschiedene Größen und Variationen (Text-Bild, nur Text, nur Symbol, favicon), Reproduzierbarkeit usw.

    Es gibt genug Katastrophen im Bereich Logo die als Beispiel dienen könnten und wenn man sich vor Augen hält, an was man alles denken sollte und könnte und was es alles können könnte und vielleicht auch sollte, dann kann man sich gut vorstellen, dass mit der Methode “Designenlassen” eher Glückstreffer zustande kommen.

    Das heißt nicht, dass ein Logo unbedingt teurer werden muss als die angesetzten 450 Euro, aber ein Designer der damit beauftragt wird, setzt sich hin und gibt sich auch wirklich Mühe, weil er ja in jedem Fall bezahlt wird. Wir hatten in Xing schon eine längere Diskussion über Logos und was sie kosten sollen:
    https://www.xing.com/net/pri8cd53dx/existenzgruender/tipps-die-besten-webseiten-links-fur-grunder-selbststandige-342/der-preis-tipp-was-kostet-ein-logo-28229241/p0

    Eigentlich kann man daraus schlussfolgern, dass es besser ist, noch kein Logo zu haben bevor sich ein schlechtes Logo eingebürgert hat. Aber wenn Logo, dann lieber zu einem Profi der die verschiedensten Dinge beachtet und mit dem der Kunde kommunizieren kann.

  8. Moin,

    der Beitrag läßt leider 3 wichtige Punkte offen. 1. Wie lange war die Laufzeit 2. war das Projekt sowas wie “garantiert” 3. wurde durch entsprechende Hinweise/Mails nachgesteuert und als AG aktiv mitgearbeitet, damit die Teilnehmer ihr Entwürfe überarbeiten können……..

  9. Vielen Dank für diesen Test. Man hatte das Ergebnis als Profi irgendwie vermutet. Und doch hat es für mich auch einen Beigeschmack, denn es sagt auch etwas über das Gewerbe aus.

    Leute, die es (aus welchen augenscheinlichen Gründen auch immer) nötig haben, an einer solchen Plattform teil zu haben, sehe ich am Rand des Existenzminimums. Das macht mir Sorgen, denn es gilt ja nun nicht nur für das Grafiker-Gewerk sondern genauso für Texter wie mich (die sich mit Textbroker & Co. und dessen finanziellen Bedingungen konfrontiert sehen) oder auch die große Zahl von freien Journalisten, die für z.T. lächerliche Beträge (selbst bei etablierten Verlagen) arbeiten. Diese Leute überleben oft nur, weil der Lebenspartner für die Essentials aufkommt. Und wer den nicht hat…?

    Wie Du schreibst, ist die Plattform in ihrem Geschäftsgebaren nicht zu kritisieren, das ist gut und beruhigend – aber eben nur für den potenziellen Auftraggeber. Was eine solche Plattform für die beteiligten Freien bedeutet, möchte ich, glaube ich, gar nicht so gerne ergründen…

  10. Hallo Kai,
    die Laufzeit war die maximal mögliche: 21 Tage. Im Beitrag schrieb ich, dass der ausgelobte Betrag nicht garantiert war. Sonst hätte ich zum einen mein Geld nicht zurückbekomme und zum anderen hätte ich ein unbrauchbares Logo dafür erhalten. Mitgearbeitet habe ich bei jedem Beitrag, wurde auch als besonders aktiver Auftraggeber ausgewiesen. Überarbeitungen gab es übrigens genau 2.

  11. Sofern der AG Screenshots gemacht hat kann er mit den 51 Designs die er für die 60€ Einstellgebühr ja doch hat (selbst wenn sie nur im Kopf sein sollten)zum Designer seiner Wahl gehen und ihm einen ordentlichen Auftrag erteilen. Er weis nun sehr genau was er nicht möchte und das hilft beim Entwerfen schon mal sicher. Somit ist es kein mißlungener Wettbewerb sondern ein Zwischenergebnis oder ein Schritt vorwärts. Vermutlich wird er die Arbeit des Profis nun umsomehr schätzen.

  12. Hi 4now – das würde ich aus vielen Gründen nicht tun. Zum einen weil ich mit der Qualität nicht zufrieden war und etwas Neues nur unbeeinflußt, sinnvoll entstehen kann. Zum anderen wären diese Screenshots sicher ein Verstoß gegen Nutzungsbedingungen und als Agenturinhaber würde ich mir keine Arbeit anderer Leute unrechtmäßig aneignen. Aber entscheidend ist, dass ich aktuell kein Logo brauche, aber gerne die Plattform und die Qualität testen wollte.

  13. Toller Selbstversuch, danke dafür! Ich hatte gerade neulich ebenfalls zum Thema »Crowdsourcing« gebloggt und keinen Hehl daraus gemacht, dass ich das ziemlich, äh, doof finde. Daraufhin meldete sich jemand von einer solchen Plattform bei mir und bat darum, dass sie ihre Sicht der Dinge darlegen dürfe. Habe ich natürlich gerne gemacht.

    Mein Artikel und die Gegenrede finden sich hier:
    http://www.kreativ-ackern.de/?s=crowdsourcing

    Vielleicht ja zur Ergänzung ganz interessant.

  14. Moin,

    das mit dem “nicht garantiert” habe ich überlesen. Aus Erfahrung weiß ich, dass eine Menge Desginer bei nicht garantierten Projekten erst gar nicht mitmachen……Das macht einen erheblichen Unterschied!

  15. Ich gestehe, dass ich einfach vorsichtig war. Da ich die Qualität nicht kannte, fand ich die Möglichkeit den Betrag nicht garantieren zu müssen wirklich fair. Zumindest für mich als Nachfrager. Als Anbieter würde mich so etwas auch nicht besonders motivieren, keine Frage.

  16. Wundert mich ehrlich gesagt nicht. Bei dem Preisniveau und der Unverbindlichkeit kann das eigentlich nur Stuss sein.

    Ich würde NIE ins Blau hinein arbeiten, das könnte ich mir auch gar nicht leisten.

    Vermutlich sitzen da Leute, die bestehende Layouts versuchen zu verkaufen oder das wirklich als Hobby machen.

  17. Och nö! Dieser furchtbare Thread über 96 Seiten Logo-Geschwurbel? Da kriege ich schon ein Magengeschwür, wenn ich nur dran denke! Diese ganze Menschen mit ihrem Halbwissen!

    Ansonsten wundert es mich auch nicht. Ein Logo/Signet sollte nach Möglichkeit immer in einen Kontext eingebettet werden und da reicht es nicht, dass ich mich zwei Stunden vor mein Grafik-Programm setze und mir irgendwas Zusammenhangloses aus den Fingern sauge.

  18. Ich frage mich, welche Plugins Sie für Ihren Blog benutzen, um Spam zu verhindern.
    Können Sie mir da was zweckmäßiges anraten?
    Reichlichen Dank.

  19. Gegen Crowdsourcing als wunderbares Marketinginstrument der Meinungseinholung, Voting etc. ist ja nichts zu sagen. Wird das System jedoch missbraucht, um geizig zu Designlösungen zu kommen, indem zig Designer für lau arbeiten, dann ist das äusserst fragwürdig. So kann man die vielen “Designausschreibungsplattformen” wohl eher als “Ausbeutungsplattformen” bezeichnen.
    Die dortigen Auftraggeber vergessen das physikalische Naturgesetz “Aktion = Reaktion”. Demnach werden sie zukünftig ebenfalls zigfach umsonst arbeiten müssen. Geiz auf Kosten anderer ist eben nur kurzfristig geil.

    Darüber hinaus besteht für die häufig unerfahrenen Auftraggeber noch ein weiteres Risiko: Sie beurteilen die Logovarianten nicht selten ganz nach Ihrem persönlichen Gusto. Nicht nach professionellen Gesichtspunkten, auf die bei einer vernünftigen fachlichen Beratung hingewiesen würde. So geschehen fatale Fehlentscheidungen.

    Günstige Logoentwicklungen auf Basis knapper Budgets sind auch mit deutschen Grafikern zu machen – ohne fragwürdige Ausschreibungen mit Beteiligungen vorwiegend aus der Dritten Welt. Geld sparen wollen ist o.k. – aber spart lieber nicht beim Anstand!

  20. Also da haben sie aber viel Pech gehabt auf Designenlassen.
    Dem kann man massenhaft Autraggeber gegenüberstellen, die für wenig Geld ein vernünftiges Design von jemandem bekommen haben, der eben nicht nur Entwürfe aus der Schublade zusammenschustert.

    Es sind dort durchaus auch gestandene Designer unterwegs, die einfach Spass an der Sache haben. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Warum sind dort auch Profis dabei? Weil es eben jede Menge Spass macht, an Projekten zu arbeiten, die man sich selbst aussuchen kann.

    Es soll Grafiker geben, die sich Dank Designenlassen einen Ggroßen Kundenstamm aufgebaut und somit ein gutes Einkommen gesichert haben ;-)

    Was die Kommunikation angeht: der AG hat jede Möglichkeit, mit dem Designer in Kontakt zu treten. Man muss eben vielleicht auch mal das persönliche Gespräch am Telefon oder per Mail suchen. So wird dann auch ein Schuh draus.

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